Der Wettbewerb

Der Internationale Schubert-Wettbewerb Dortmund wird seit 1987 mit großem Erfolg im Herzen des Ruhrgebiets ausgetragen. Er wird weltweit in den Kategorien „Klavier“ sowie „LiedDuo“ ausgelobt und hat es sich zur Aufgabe gemacht, junge Künstler der internationalen Spitzenklasse bei ihrem Karriere-Einstieg zu fördern, zugleich Teilnehmer und Publikum in einer sonst nirgends auf der Welt zu findenden Intensität in die Gedankenwelt von Schuberts Musik einzuführen.

Der Wettbewerb möchte die kulturelle Vielfalt und Attraktivität sowie die überregionale Wahrnehmung des Ruhrgebiets stärken. Dazu tragen insbesondere seine Veranstaltungen, wie die Preisträgerkonzerte des Wettbewerbs oder das Internationale Schubert-Fest Dortmund, vor der einmaligen Kulisse der Kompressorenhalle des Industriedenkmals Kokerei Hansa bei, die den Internationalen Schubert-Wettbewerb Dortmund als internationales Kulturereignis in einer vom Bergbau und von Schwerindustrie geprägten Region verankert.

Was macht das Besondere des Schubert-Wettbewerbs Dortmund aus?
Jeder Wettbewerb sucht und würdigt den großen Virtuosen, den brillanten Tastenakrobaten,die grandiose und klangschöne Stimme, den Publikumsmagneten. Dies aber zu kombinieren mit den für einen großen Künstler ebenso wichtigen Fähigkeiten zu musikalischem Ausdruck, zur differenzierten Darstellung komplexer Vorgänge wurde lange vor der Existenz des Schubert-Wettbewerbs als notwendig angesehen, aber erst durch den Schubert-Wettbewerb in idealer Weise möglich gemacht. Der Schubert-Wettbewerb führt junge Musiker an ein Repertoire heran, das sie in ihrer künstlerische Bandbreite entscheidend bereichert und erweitert, obwohl es in der Hochschulausbildung und im übrigen Wettbewerbsleben immer noch oft vernachlässigt wird.

Die Erfahrung zeigt, dass die Musiker diesem Repertoire ein Leben lang treu bleiben und damit das Musikleben und ihre eigene Künstlerpersönlichkeit bereichern. So gelang mehreren Preisträgern der Durchbruch zu einer glänzenden internationalen Karriere, obwohl oder gerade weil sie einen Großteil ihrer Bemühungen der eher introvertierten Musik Franz Schuberts gewidmet haben.

Darüber hinaus fördert der Internationale Schubert-Wettbewerb Dortmund seine Preisträger langfristig, etwa durch die Möglichkeit im Rahmen des Schubert-Fests mit renommierten Künstlern dieser Welt gemeinsam Werke zu erarbeiten und aufzutreten.

Zugleich bietet der Schubert-Wettbewerb auch dem Publikum eine einmalige Gelegenheit
Nur in der Solofinalrunde des Schubert-Klavierwettbewerbs gibt es die Gelegenheit, die 6 großen späten Schubert-Sonaten, jede 40 Minuten Spieldauer, dargeboten von den besten Nachwuchskünstlern einen ganzen Tag lang zu hören und so in eine der reichsten und tiefgründigsten Tonsprachen der Musikgeschichte einzudringen, wie es sonst nirgends in der Welt möglich ist, weil außer dem Schubert-Wettbewerb niemand sonst sich die Zeit hierfür nimmt.  Dennoch steht beim Schubert-Wettbewerb nicht die instrumentale Brillanz im Vordergrund, sondern die humane Aussage dieser unvergleichlichen Musik.